
1973 in Gelsenkirchen geboren und in Gladbeck aufgewachsen, erhielt seine musikalische Grundausbildung an der hiesigen Musikschule und war zu Schülerzeiten selbst aktives Mitglied des Orchesters. Im Alter von 16 Jahren nahm er eine erste Anstellung als Organist an der ev. Markuskirche an und erhielt ersten Dirigieruntericht. Nach dem Abitur am Ratsgymnasium 1993 begann er mit dem Klavierstudium an der Folkwang Hochschule Essen in der Klasse von Prof. Till Engel, das er schon nach sechs Semestern mit dem Staatsexamen abschloß. Parallel wurde er von 1994-96 in Bochum zum Kirchenmusiker ausgebildet. Bereits mit 22 Jahren dirigierte er das Musical “Die Schöne & das Biest” auf der Deutschlandtournee ´95/´96. Nach dem Staatsexamen setzte Baumann sein Klavierstudium in der Klasse von Prof. Michael Roll fort und nahm gleichzeitig das Dirigierstudium an der Musikhochschule Frankfurt a.M. bei Prof. Jírí Stârek und Prof. Wojciech Rajski auf, die er beide mit dem Künstlerischen Diplom abschloß. Neben dem Studium besuchte er mehrere internationale Meisterkurse für Dirigieren und Klavier, u.a. an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg, in Budapest und bei den Wiener Meisterkursen, wo er von namhaften Künstlern wie Prof. Norman Shetler (Wien), Prof. Bernard Ringeissen (Paris), Prof. Peter Feuchtwanger (London), Prof. Bernd Glemser (Würzburg) oder Prof. Julius Kalmar (Hamburg) unterrichtet wurde. Neben zahlreichen Liederabenden, Rezitals und Solokonzerten mit diversen Orchestern arbeitete er 1996-98 als Repetitor und Pianist für die Bochumer Symphoniker, die Bergischen Sinfoniker und begleitete eine Gesangsmeisterklasse für KS Walter Berry. Zur Spielzeit 1998/99 wurde er als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an das Aalto Theater Essen engagiert, wo er sein Debüt als Operndirigent mit Donizettis “Viva la Mamma” gab. Es folgten Vorstellungen von der “Fledermaus”, “Anatevka”, “Carmina Burana”(Ballett), “Don Pasquale”, “Hänsel und Gretel” und “Barbier von Sevilla”, bei denen er am Pult der Essener Philharmoniker, Bochumer Symphoniker, Bergischen Sinfoniker und des Philharmonischen Orchesters Südwestfalen stand. In der Spielzeit 2005 hat er außerdem noch “Ottone in villa” (Vivaldi), “Das Lied von der Erde” (Ballett) und “Il Trovatore” dirigiert. Seit der Spielzeit 1999/2000 hatte Rasmus Baumann zudem die Position des Chordirektors des Philharmonischen Chores Bochum inne und dirigierte regelmäßig Konzerte mit den Bochumer Symphonikern.
Nach seiner Station am Staatstheater Kassel als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD sowie vielen Gastdirigaten in Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Bochum und Nürnberg ist Rasmus Baumann seit Mitte 2008 Chefdirigent am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.